Freitag, 26. Januar 2018

26.01.2018 - Anrufen

Wir sind noch relativ frei

Wenn sich eine Hasenmahl-Rednerin von zwei Männern beim Hasenmahl von ihrem Zeitungsfotografen knipsen lässt  … sich beim Fotografieren herzlich umarmen läßt (also nicht von ihrem Ehe-Mann, sondern von jenem Mann in der Bild-Mitte) … und dieses Foto neben vierzig anderen Fotos in der Internet-Zeitung der hiesigen Gazette veröffentlichen lässt – damit das Bild die ganze Welt sieht (ohne Bildunterschrift), dann darf ein schlichter Leser seine ironische Bemerkungen dazu machen ... gegen diese Journalisten-Blödheit und Journalisten-Selbstverliebtheit und „Wir sind wieder wer“-Dummheit - oder aber die Benutzung die Internet-Zeitung als Familien-/Freunde-Album zu benutzen.
Nun ja -  der normale Zeitgenosse ist kein bezahlter Schreiberling in einer provinziellen Gazette …

Der naive Schreiberling darf als Zeitgenosse im Internet schreiben, was er will – und kein Verleger, Chefredakteur oder Redaktionsleiter darf ihn morgens mit Strafen drohend anrufen ... weil keinen Verlag gibt ... noch sind wir im Internet noch relativ frei … wie lange noch?



Donnerstag, 25. Januar 2018

25.01.2018 - Brohm

Kaninchen in Brohm
Ich habe gerade nette und komödiantische Bilder vom Kaninchen-Mahl gesehen –  im Brohmer Ratskeller - auch Bilder von der Kaninchenmahl-Sprecherin Berta Franz (72) mit ihrem neuen Freund, einem Zahnarzt  ... Ich sprach heute schon telefonisch mit einem Freund, der auch geladen war... und der meinte ironisch, das war ein kleiner sozialistisch-evangelischer Kirchentag mit der Brohmer Lehmgrube-Mafia ... Ich antwortete lachend, ich habe im Brohm-Zeitung-Bilder-Reigen im Internet auch Nicht-Krypto-Kommunisten mit und ohne (Beamten-)Pensionsanspruch gesehen ... und auch nette und andere Politiker gesehen ... und Geschäftsleute ... und dazu korrupte Zeitgenossen... Und - keine gepfefferte französische Kaninchen-Rede gegen die Blockparteien und die Stasifreunde? Keine Ironie, keine Sarkasmus - mehr eine Parteirede... sagt der Freund.

Nach Brecht verfremdet ... Verfremdung ist ein literarischer Begriff, wie Sarkasmus oder Ironie...


Ironie (altgriechisch εἰρωνεία eirōneía, wörtlich „Verstellung, Vortäuschung“) bezeichnet zunächst eine rhetorische Figur (auch als rhetorische Ironie oder instrumentelle Ironie bezeichnet). Dabei behauptet der Sprecher etwas, das seiner wahren Einstellung oder Überzeugung nicht entspricht, diese jedoch für ein bestimmtes Publikum ganz oder teilweise durchscheinen lässt. Sie kann dazu dienen, sich von den zitierten Haltungen zu distanzieren oder sie in polemischer Absicht gegen angesprochene Personen zu wenden.

Sarkasmus bezeichnet beißenden, bitteren Spott und Hohn, in der Literatur oft in Form der Satire oder – verschärft – der Polemik angewandte Form der Kritik an gesellschaftlichen Gegebenheiten unterschiedlicher Art. Sarkasmus ist ein latinisiertes griechisches Substantiv (σαρκασμός sarkasmós „die Zerfleischung, der beißende Spott“, von altgriechisch sarkazein „sich das Maul zerreißen, zerfleischen, verhöhnen“, von σάρξ sarx „das (rohe) Fleisch“). Die Redefigur des Sarkasmus fand schon in der antiken Rhetorik (z. B. Demosthenes, Cicero) Verwendung.

Mittwoch, 24. Januar 2018

24.01.2018 - Nachhall

Grünlinker Hang zur Hypermoral
Die Provokationsstrategie der meist studentischen Revolutionäre zielte auf die «Verlogenheit» und «Doppelmoral» der bürgerlichen Politik und Öffentlichkeit. «Epater les bourgeois» hiess das Programm, den Spiessbürger schockieren und seine Ideologie «entlarven». So befand sich die «Neue Linke» stets im Angriffsmodus der Kritik an verknöcherten Verhältnissen, während das «Establishment» tapfer seine Glaubenssätze verteidigte – die immerwährende Sonntagsrede von der Kanzel der saturierten Wohlanständigkeit.
Ein halbes Jahrhundert später hat sich die Situation komplett gedreht: Der Mainstream in Medien und Politik ist im Zweifel deutlich links der Mitte, emanzipiert, ökologisch, nachhaltig, gendergerecht. Die Grünen, im Nachhall des 68er Protests gegen das bürgerliche Establishment gegründet, sind längst zur alternativlosen Staatspartei mit Hang zur Hypermoral geworden, während der rechte Flügel der konservativ-liberalen Wählerschaft zur offenen Rebellion übergegangen ist – teilweise in roher Form bis hin zu eindeutig rechtsradikalen Positionen. Das Ergebnis ist einigermassen grotesk: Die klassische Sonntagspredigt zur Verteidigung des Wahren, Schönen, Guten – vom Windrad bis zur Willkommenskultur – halten nun die einstigen Rebellen von 68 und ihre links-grünen Adepten, während die radikale Gesellschaftskritik jetzt von rechts vorgebracht wird – ein Hauch von Weimar. (NZZ)

Dienstag, 23. Januar 2018

23.01.2018 - Sozis

Undemokratisch
Nun hat also der SPD-Sonderparteitag mit knapper Mehrheit entschieden, Koalitionsgespräche mit der Union aufzunehmen. 362 der 642 Delegierten stimmten dafür, also 56,4 Prozent. Doch damit ist der Weg zu einer Fortsetzung der Großen Koalition noch nicht frei. Denn nach Abschluss der Koalitonsgespräche sollen alle Parteimitglieder noch über den Koalitionsvertrag abstimmen.
Das Votum ihrer rund 440.000 Mitglieder wiegt für die SPD also schwerer als die 9.539.381 Zweitstimmen, die die Partei bei der Bundestagswahl erhalten hat. Was parteiintern sicherlich als basisdemokratisch verstanden wird, ist genau das Gegenteil.
Schon 2013 hatte die SPD ihre Mitglieder über den Koalitionsvertrag abstimmen lassen. Der damalige Parteivorsitzende Sigmar Gabriel verteidigte das Vorgehen im Interview mit ZDF-Moderatorin Marietta Slomka vehement: "Wieso soll direkte Demokratie in einer Partei verboten sein?" Auf ihren Einwand, dass die SPD-Abgeordneten ja in ihrem Abstimmungsverhalten nur an ihr Gewissen gebunden sein sollen statt an ein Mitgliedervotum, entgegnete Gabriel: "Was ist daran eigentlich auszusetzen, dass man mal die Menschen, die in einer Partei sind, fragt, ob sie die Dinge, die die Führung macht, gut finden?"
(STERN)

Montag, 22. Januar 2018

22.01.2018 - Macron

Schulz hilflos
"Martin Schulz hat in Bonn erzählt, er habe mit Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron telefoniert: "Gestern hat mich Macron angerufen!" sagte Schulz, und Macron wünsche sich sehr, dass die SPD in eine Große Koalition gehe.
Nun wirkt der Bezug auf äußere Autoritäten immer ein bisschen hilflos. Aber Schulz bemerkte gar nicht, wie absurd gerade diese gut gemeinten Ratschläge waren: In Frankreich ist die Sozialdemokratie mehr oder weniger ausgelöscht. Und gerade Macron hat dazu beigetragen.
Wenn Macron anruft, sollte Schulz entsetzt auflegen: Von den Franzosen lernen heißt für die Sozialdemokratie sterben lernen. In Frankreich sind die Sozialdemokraten einen langsamen Tod gestorben, während aus dem rechten Rand eine neue Volkspartei entstand: der Front National." (SPIEGEL)

Sonntag, 21. Januar 2018

21.01.2018 - Fakten

Alternative Fakten
Der Begriff Alternative Fakten ist Unwort des Jahres, mithin moralpolizeilich verboten. Na gut. Es ist ohnehin nur eine schlechte, weil wortwörtliche Übersetzung. Man könnte einfach Lügen sagen. Aber dann ist es Hetze. Da bleibt mir nichts anderes übrig, als einen wie den Merkelknecht Altmaier einen verdammten Faktenverdreher zu nennen. Leider. ...
Wer die Wahrheit nicht kennt, ist ein Dummkopf. Wer sie kennt und verschweigt, ist ein Lügner. Das sagt der Volksmund. Auf die Exekutoren der „Alternativen Fakten“ wartet viel Arbeit, auch dieses Sprichwort aus unserem Wortschaft zu verbannen. (Herles)

Samstag, 20. Januar 2018

20.01.2018 - Mahl




Ein Hase im Pfeffer
Ich habe gerade nette und komödiantische Bilder vom Hasenmahl 2018 gesehen - das Freitags-Hasenmahl im Heilbronner Ratskeller ... auch Bilder von der Hasenmahl-Sprecherin mit einem Freund ... ich sprach heute schon telefonisch mit einem Freund, der auch geladen war... und der meinte ironisch, das war ein kleiner sozialistisch-evangelischer Kirchentag mit der Heilbronner Gaffenberg-Mafia ... ich antwortete lachend, ich habe im Stimme-Bilder-Reigen im Internet auch Nicht-Krypto-Kommunisten mit und ohne (Beamten-)Pensionsanspruch gesehen ... und auch nette und andere Politiker gesehen ... und Geschäftsleute ... und dazu korrupte Zeitgenossen... Und - keine gepfefferte Hasenmahl-Rede? Keine Ironie, keine Sarkasmus - mehr eine Parteirede... sagt der Freund.
 

TD:  Und Journalisten, um diese nicht zu vergessen :-)

JDU:  Ganz genau ... ich musste eine gewisse Zeit dabei sein ... weil ich berichten musste ... aber es ist ein Volksfest für die 200 wichtigen Leute der Stadt Heilbronn, Leute, die sich sehr wichtig empfinden ... auch Zeitgenossen, die immer da sind, wo das Geiglein kratzt und der Wein im Brünnlein fließt... Übrigens: Ironie und Sarkasmus verstehen normalerweise Kinder und naive Leute und andere Sozis nicht. Das ist auch nicht so schlimm...

JDU: Ich erfahre gerade, dass sich jemand beleidigt fühlt. Weil ich jemanden, den ich nicht kenne, als "neuen Freund" bezeichnet habe. Auf einem Foto (Festrednerin, "Freund", OB) der Stimme.de, fest der Freund sein Arm um die Rednerin gelegt hat ... Ich hatte nachgefragt, und ein Freund sagte mir, der "Freund" sei ein Mediziner und ein alter Gaffenberg'ler. Und da musste ich sehr herzlich lachen ... denn für alle Literaturinteressierte... siehe Faust I, Mephisto zum Schüler zum Thema Medizin:

"Besonders lernt die Weiber führen, Es ist ihr ewig Weh und Ach
So tausendfach
Aus einem Punkte zu kurieren,
Und wenn ihr halbwegs ehrbar tut,
Dann habt ihr sie all unter´m Hut.
Ein Titel muss sie erst vertraulich machen,
dass eure Kunst viel Künste übersteigt,
Zum Willkomm tappt ihr dann nach allen Siebensachen,
Um die ein andere viele Jahre streicht.
Versteht das Pülslein wohl zu drücken,
Und fasset sie mit feurig schlauen Blicken,
Wohl um die schlanke Hüfte frei
Zu sehn, wie fest geschnürt sie sei."


31.12.2018 - Mäuseloch

Schämen Pech gehabt ... Sie wollten alle den Top-Journalisten aus dem SPIEGEL loben und ver-preisen. ... "Nach BILD-Recherchen kassiert...